Ganzheitlicher Reitunterricht




"Beim Reiten begegnest du dir immer selbst".

Manuel Jorge de Oliveira








"Ein guter Lehrer bleibt ein Schüler bis an das Ende seiner Tage


chinesische Weisheit






Ganzheitlich bedeutet den Menschen in all seinen Teilbereichen zu erfassen und dementsprechend individuell auf ihn einzugehen. Niemand ist nur Reitschüler, sondern immer eine Einheit von Körper, Geist und Seele. Jeder bewegt sich, ernährt sich, denkt, arbeitet,fühlt…usw. anders - eben ganz individuell.
Beim Reiten trifft diese individuelle Einheit Mensch auf eine individuelle Einheit Pferd – diese beiden Einheiten in ein harmonisches Miteinander zu bringen ist das Ziel.

Der Unterricht orientiert sich an den Ausbildungsskalen von Pferd und Reiter sowie den Grundsätzen der Biomechanik und ist somit reitweisenübergreifend!




"Theorie ist das Wissen - Die Praxis das Können
aber immer soll das Wissen dem Handeln vorangehen..."

Alois Podhajsky








Zur Förderung eines individuellen Lernprozesses wird nach den methodischen Grundsätzen der Wissens - und Könnensvermittlung unterrichtet:
Vom Bekannten zum Unbekannten
Vom Leichten zum Schweren
Vom Einfachen zum Komplexen






"Um klar zu sehen,
genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung."

Antoine de Saint-Excupery


Zu Beginn der gemeinsamen Arbeit ist es sehr wichtig Ziele zu definieren:
Wo sieht der Reiter seinen Schwerpunkt, was möchte er für sich und sein Pferd erreichen?
Wie stellt er sich diesen Weg vor?
Wie könnten die Teilziele aussehen?
Pferd und Reiter werden dort „abgeholt", wo sie sich gerade befinden, so dass die aktuellen Fähigkeiten die Grundlage für den Beginn des Unterrichts bieten.
Auf dieser Basis können die individuellen Ressourcen von Pferd und Reiter gefördert werden und so nach und nach Lernerfolge und Verbesserungen erreicht werden.






Eine lockere, entspannte Atmosphäre und eine positive Grundstimmung sind für mich die unverzichtbare Voraussetzung für konstruktives Lernen.
Das Lernen erfolgt in erster Linie durch positive Verstärkung. Hierdurch wird erreicht, dass das Pferd gerne lernt,sich nicht sträubt oder selbst blockiert und der Reiter keine negativen Blockaden entwickelt.









Wichtig ist es auch die individuellen Lernmuster von Pferd und Mensch zu berücksichtigen und den Unterricht dementsprechend zu gestalten.
Der Schüler soll in der Folge des Unterrichts die gelernten Dinge im Alltag selbständig umsetzen können.






Der letzte wichtige Baustein für meinen Unterricht ist die Zeit, die sich der Schüler selbst zugestehen muss – was der Kopf verstanden hat, muss der Körper noch lange nicht umsetzen können….
das braucht teilweise viel Zeit und den starken Willen an sich zu arbeiten
es gibt keine Abkürzungen oder gar Zaubertricks.. auch wenn so mancher Möchtegernguru dies vermittelt um sein „Zauberwerkzeug" zu verkaufen –
alle Hilfsmaterialien und Techniken sind nur so gut, wie der Mensch, der sie einsetzt!!!!
Daher ist es unabdingbar, dass wir uns voll und ganz einbringen,um Teil eines gemeinsamen Entwicklungsprozesses mit dem Pferd zu werden.

Wir müssen lernen , wie wir uns verbessern können!


"Du arbeitest nicht an dem Pferd,
du arbeitest an dir".

Ray Hunt









"Dass alles seine Zeit hat,heißt auch, dass alles seine Zeit braucht."

Ernst Ferstl





Dies ist der erste Schritt Richtung HORSEMANSHIP.
Horsemanship bedeutet für mich "in den Hufen des Pferdes zu laufen" - ähnlich der Validation in der Krankenpflege beim Umgang mit dementen Menschen:
sich in die Welt des Gegenüber zu begeben - "in den Schuhen des Anderen laufen" - das ist ein Lebensgefühl, eine Lebensphilosophie, die sich nicht durch tiefe Atemübungen 1x wöchentlich beim Pferd erlangen lässt, sondern tägliches Üben, auch im Alltag erfordert -
Ich muss horsemanship leben!!






Horsemanship bedeutet pferdegerechten Umgang - das Pferd soll verstehen warum es Dieses und Jenes tun soll - im Umgang, am Boden und im Sattel. Ich brauche hierfür das Gefühl zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun. Ich muss lernen wie ein Pferd zu denken um mich dann pferdeverständlich mitzuteilen.
Das bedeutet nicht, dass ich irgend eine Technik erlerne und sie dann einfach einsetze - das Wichtigste hinter jeder Technik ist das Gefühl dafür!!!
Essentiell ist meine persönliche Authenzität - ich muss kongruent sein und flexibel und empathisch handeln!!!!


"Stärke liegt im Muskel,
doch Macht in der Sanftheit."

aus "Pferde sanft führen" von Mark Rashid







Pferde sind unsere Spiegel!!!

"Ein Spiegel sucht nicht nach Dingen und er erschafft sie nicht, sondern heißt alles willkommen und reagiert auf alles, das vor ihm erscheint."

Chuang Tzu







Ich erachte es für essentiell anfallende Probleme erst einmal am Boden zu klären und erst dann in den Sattel zu steigen ( siehe Kapitel "Boden- und Freiarbeit").
Dies verhindert Missverständnisse und unbedachte Reaktionen seitens des Menschen!

" Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten".

Mahatma Gandhi









Horsemanship bedeutet Sachkenntnis, gegenseitige Achtung, Respekt, Geduld, Vertrauen, Aufmerksamkeit, Empathie und Konsequenz - dies sind die Wurzeln für eine harmonische Partnerschaft - nicht nur im Sattel!!!..... :-)

Dieser Weg ist nicht immer einfach... !!!









Ich gebe Unterricht für Erwachsene und Kinder bzw Jugendliche.

Der Umgang mit dem Pferd hat auch für Kinder und Jugendliche viele positive Aspekte:

Sie werden durch Pferde psychisch, physisch und sozial gestärkt!










Da Pferde in engem Herdenverband leben und somit ein stark ausgeprägtes Sozialverhalten haben, wirken sie persönlichkeitsfördernd - soziale Kompetenzen werden gestärkt und das Kind lernt seine Ressourcen kennen und einzuschätzen.






Durch das Pferd lernen Kinder und Jugendliche ihre Grenzen kennen, aber auch Grenzen zu setzen.
Verschiedenste Emotionen werden hervorgerufen - es gilt diese zu verarbeiten und adäquat zu reagieren - dies wiederum fördert die individuelle Empathie.









"Jedes Pferd hat es verdient,
mindestens einmal in seinem Leben
von einem Mädchen geliebt zu werden"


unbekannt











Des weiteren erfolgt durch Reiten eine Verbesserung der motorischen, konditionellen und koordinativen Fähigkeiten - vielfältige Bewegungserfahrungen finden statt und die Beweglichkeit wird gesteigert.

.....Und außerdem macht Reiten SPASS :-)))) !!!!!!!!








Der Unterricht dauert im Schnitt 60 Minuten, wobei ich je nach Tagesverfassung individuell ab und zu gebe – ein junges, altes, rekonvaleszentes…Pferd ist nicht immer gleich belastbar - dasselbe gilt für den Menschen.
Desweiteren ist es mir wichtig, dass der Unterricht immer positiv endet!





Und vorher wärmen wir uns natürlich auf






Abwechslungsreich, lustig und mit viel Spaß:-)!!!!!!










Die ethischen Grundsätze haben zum Wohle des Pferdes Vorrang - immer!!!!









DER SEESTERN

Als der alte Mann bei Sonnenuntergang den Strand entlang ging,
sah er vor sich einen jungen Mann, der Seesterne aufhob und ins Wasser warf.
Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte, fragte er ihn, warum er das denn tue.
Die Antwort war, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenaufgang hier liegen bleiben würden.
"Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und Tausende von Seesternen liegen hier", erwiderte der Alte.
"Was macht es also für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?"
Der junge Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen.
Dann meinte er:
"Aber für diesen hier macht es einen Unterschied."

unbekannt









Die reinste Form des Wahnsinns ist es,
alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen,
dass sich etwas ändert.


Albert Einstein



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