Brain-Gym-Reittherapie


"Wer bin Ich?
Die Form die du siehst?
Sie ändert sich jede Sekunde.
Das Bild das du von mir hast?
Was hat es mit mir zu tun?
Das Bild das ich von mir habe?
Ist so wechselhaft wie der Wind.
Was bleibt?
Ich bin."


aus der indischen Philosophie











Was ist Brain-Gym (= Gehirngymnastik)?

Brain-Gym ist der Name für eine Reihe einfacher Bewegungsübungen, die u.a. zum Auflösen von Lernblockaden führen. Sie sind ein Teilbereich der Kinesiologie, abgeleitet vom griech. Wort Kinesis (=Bewegung), die sich mit der Lehre von der Bewegung des menschlichen Körpers beschäftigt.
Paul Dennison entwickelte eine Methodik, die uns hilft durch bestimmte Bewegungen und Berührungen, die im Körper verborgenen Potentiale und Fähigkeiten „hervorzuholen" und jederzeit verfügbar zu machen.
Die Übungen wurden entwickelt um Lernende zu stimulieren (Lateralitätsaspekt), zu entlasten (Fokusaspekt) und zu entspannen (Zentrierungsaspekt).


Angewandte Kinesiologie beinhaltet das Studium der Körperbewegungen und arbeitet ganzheitlich. Die Bewegung des Menschen und die Wechselwirkung seiner Energiesysteme werden in einem Gesamtzusammenhang gesehen- die Herstellung eines harmonischen Gleichgewichts dieser Bereiche ist das Ziel, da jedes Ungleichgewicht unnötig Energie raubt!

Angewandte Kinesiologie mobilisiert die Ressourcen des Reiters. Die Übungen dieses Konzepts schaffen optimale Lernbedingungen.
Erst vor dem Hintergrund der inneren Ausgeglichenheit aller Systeme kann Reiten lernen direkt, unverkrampft und mit mehr Freude stattfinden. Das Brain-Gym-Übungskonzept hilft wirkungsvoll gegen Stress, befreit von emotionalen Problemen, Blockaden des Unterbewusstseins und unterstützt Prozesse des Lernens.

Ein wichtiges Teilziel auf dem Weg zum guten Reiten ist es dies mit beiden Gehirnhälften zu tun. Durch Brain-Gym-Übungen wird die dafür notwendige Integration beider Gehirnhälften stark unterstützt.

Koordination und Bewegung beginnen im Kopf !!!!





„Übungen und Bewegungsaufgaben dürfen nicht nur den Körper trainieren, sondern müssen vor allen Dingen die Funktionen des Gehirns verfeinern. Durch die verbesserte Selbstorganisation des Gehirns können qualitativ bessere und variablere Impulse an die Vollzugsorgane gegeben werden. Nur auf diese Weise erhöhen sich die Bewegungsqualitäten." (aus Übungsprogramm im Sattel, S.39 von Eckart Meyners)




Leben ist Bewegung und Bewegung ist Veränderung





"Die Wirklichkeit ist nur ein Teil des Möglichen."

Friedrich Dürrenmatt










Hier nur einige Beispiele:

Bauchatmen:
Tiefes Einatmen durch die Nase und stossweises Ausatmen durch die leicht zugespitzten Lippen. Wichtig ist ein vollständiges Ausatmen, damit alle Schadstoffe aus dem Körper heraustransportiert werden können. Die Atemluft sollte in den unteren und seitlichen Teil des Brustkorbs gelenkt werden. Hierbei wird der Bauchnabel ein klein wenig eingezogen, wodurch die Luft die Rippen zur Seite hin und nach hinten öffnet. Beim Einatmen entsteht eine bestimmte Spannung der Bauchmuskulatur, die den aufrechten Sitz unterstützt. Das Einziehen des Bauchnabels sollte nur minimal stattfinden, da das Pferd dies sonst als Hilfengebung zum Übergang fehl interpretieren könnte. Bauchatmen aktiviert das Gehirn zum besseren Kreuzen der Mittellinie und bewirkt eine Entspannung des Zentralnervensystems. Hierdurch entsteht eine Entspannung und Losgelassenheit des Reiters. Die Einheit der Schwingungen zwischen Pferd und Reiter werden verstärkt und Störungen des Pferdes bei Übergängen vermieden.

Bauchatmen



An ein X denken:

Einfach die Augen schließen und an ein X denken – versuchen es vor dem inneren Auge zu visualisieren. Das X aktiviert beide Gehirnhälften für beidseitige Körperbewegungen und die Koordination des gesamten Körpers. Des Weiteren werden binokulares Sehen und beidohriges Hören gefördert. Optimale Voraussetzungen für die Reitstunde!


Summen:
Summen sie leise vor sich hin. Leises Summen aktiviert die körpereigenen Schwingungen, von denen jeder Mensch durchzogen wird. Bei Stress sind sie zu hoch und bei mangelnder Grundspannung zu niedrig. Bei optimalen Schwingungen befindet sich der Reiter im Gleichgewicht. Summen aktiviert die im Unterbewusstsein gespeicherten Bewegungsmuster neu.


Reiten einer Acht:
Die gerittene Acht besteht aus zwei Volten, die durch eine Gerade von ca. einer Pferdelänge verbunden sind.
Die Biegung wird nur durch ein harmonisches Miteinander der diagonalen Hilfen erreicht. Das Pferd läuft gleichmäßig auf einer Kreislinie von ca. 8-10m. Der innere Gesäßknochen wird vermehrt belastet. Der innere Schenkel liegt dicht am Gurt und treibt den inneren Hinterfuß nach vorne. Durch ihn wird die Längsbiegung erhalten und das Pferd daran gehindert nach innen zu drängen. Der innere Zügel stellt das Pferd und zeigt ihm den Weg in die Wendung. Der äußere Schenkel liegt verwahrend eine Handbreit hinter dem Gurt, aktiviert das äußere Hinterbein und sorgt dafür, dass das Pferd nicht nach hinten seitlich ausbricht. Der äußere Zügel muss soviel Nachgeben, wie das Pferd nach innen gestellt bzw. gebogen ist. Hierdurch wird verhindert, dass der Hals zu weit nach innen gestellt wird bzw. dass die Schulter nicht ausbricht. Nach dem Reiten einer 7-achtel Volte wird das Pferd um eine Pferdelänge geradeaus gestellt. Der Reiter sitzt um, greift die Zügel um, stellt das Pferd um und reitet das Ganze auf der anderen Hand.
Durch das Kreuzen der Mittellinie wird eine bessere Hemisphärenintegration erreicht. Räumliches, plastisches und peripheres Sehen sowie die Augenkoordination und -beweglichkeit werden verbessert. Beim Überqueren der Mittellinie entspannen sich Nacken, Schultern und Augen, wodurch ein entspannteres Reiten möglich ist.


Erden (vor dem Aufsteigen)


Wie?
Die Füße stehen etwas mehr als schulterbreit auseinander und im rechten Winkel zueinander. Die Ferse des gebeugten Beines wird auf das Fersenende des gestreckten Beines ausgerichtet. Oberkörper und bleiben gerade und nach vorne gerichtet, während Kopf, gebeugtes Knie und dazu gehöriger Fuß zur Seite ausgerichtet werden. Die Längung geschieht nun durch leichtes Dehnen in den Muskeln entlang der inneren Hüfte und des Oberschenkels des gestreckten Beines.


Warum?

Erden ist eine Längungsübung, die die Iliopsoas - Muskelgruppe entspannt. Diese Muskeln verspannen sich durch langes Sitzen oder durch Stress in der Beckenregion. Durch diese Verspannung ist ein Strecken des Beines in der Hüfte nicht vollständig möglich. Da diese Muskelgruppe die Hüfte beugt und den Oberschenkel nach außen dreht, ist der Oberschenkel im Falle einer Verspannung und einer daraus resultierenden Verkürzung nicht mehr in der Lage am Pferdekörper anzuliegen. Das Knie wird sich immer wieder zur Seite drehen, die Fußspitze zur Seite zeigen und fast automatisch wird sich dann der sogenannte „Stuhlsitz" einstellen – ein ausbalancierter Sitz ist nicht möglich. Desweiteren wird das Kreuzbein blockiert und die Atemphasen verkürzt. Die Flexibilität dieser Muskelgruppe ist unentbehrlich für Gleichgewicht, Körperfokus und Koordination des Körpers als Ganzes.


Thymusklopfen

Wie?
Klopfen sie sich mehrfach mit den Fingerknöcheln einer Hand auf das Brustbein.

Warum?
Durch das Klopfen wird der Thymus reflexartig aktiviert. Diese Aktivierung führt zur Steigerung körpereigener Kräfte und befreit von Stress. Mit Thymusklopfen kann sich der Reiter in Stresssituationen vor Überforderung schützen und die Basis für ein gefühlvolles Reiten legen.



Balancepunkte

Wie?
Mit einer Hand wird ein Balanceknopf (hinter dem Ohr, direkt an der Einbuchtung, an der der Schädel auf dem Nacken ruht) und mit der anderen der Nabel für ca. 30 Sekunden gehalten. Danach wechseln die Hände , um den anderen Balanceknopf zu halten. Das Kinn ist entspannt und der Kopf befindet sich in Normalposition.

Warum?
Diese Energieübung steigert das allgemeine Wohlbefinden und wirkt positiv auf eine entspannte Körperhaltung, reduziert Überfokussierung und verbessert die Reflexe. Außerdem verstärkt sie das Wahrnehmen körpereigener Signale für eine bessere Balance und erhöht die Konzentrationsfähigkeit durch Stimulieren der Formatio reticularis und der Bogengänge des Innenohrs. All dies sind Voraussetzungen für einen harmonischen Sitz im Gleichgewicht mit den Bewegungen des Pferdes.





Positive Punkte
Wie?

Mit den Fingerspitzen beider Hände werden zwei Punkte über den Augen leicht berührt. Die Punkte liegen auf den Stirnbeinhöckern, etwa in der Mitte zwischen dem Haaransatz und den Augenbrauen. Dann konzentriert man sich auf eine negative Einstellung oder ein Gefühl, mit dem man zukünftig positiver umgehen möchte und schließt die Augen, wodurch die Spannung weicht.



Warum?
Diese Energieübung löst Stress und Spannungen auf. Sie ermöglicht stressfreies Handeln und löst Gehirnblockaden. Der Reiter sitzt lockerer, freier und entspannter auf dem Pferd.



Erdpunkte
Wie?
Die Fingerspitzen der einen Hand liegen unterhalb der Unterlippe, die Handfläche der anderen Hand auf den Nabel legen, mit den Fingerspitzen nach unten. Die Punkte sollen ca 30 Sekunden gehalten werden, wobei langsam tief ein- und ausgeatmet werden soll. Dann die Hände wechseln, damit beide Seiten des Gehirns aktiviert werden.



Warum?
Beide Hände liegen an der vorderen Mittellinie unseres Körpers, wodurch wir unsere Position im Raum besser bestimmen können. Wenn wir unser visuelles Feld unter Bezugnahme unseres Körpers einteilen können, lässt sich der gesamte Körper besser koordinieren. Die Übung stimuliert das Gehirn, mildert geistige Müdigkeit und hilft dabei sich besser zentrieren zu können – eine Voraussetzung um ein gutes Körpergefühl zu haben und in Balance reiten zu können.

Und, und, und...........





...........und einige Beispiele von Brain-Gym auf dem Pferd:



Die liegende Acht

Verbessert die Integration der Gehirnhälften, fördert die Koordination und entspannt Nacken, Schultern und Augen







Der Elefant

Verbesserung von Bewegungsübertragung,Steigerung des Gleichgewichtgefühls und Integration von Hören und Sehen






Die Denkmütze

Entspannung von Gesichts-,Kiefer und Zungenmuskeln, Verbesserung von Aufmerksamkeit und allgemeinem Wohlbefinden






Simultanzeichnen

Steigert das Körperbewußtsein, räumliches Sehen sowie die Koordination von Hand und Auge




und so weiter..... ;-)))




Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort.
Dort treffen wir uns.


Rumi






Brain-Gym mit Pferden ist besonders effektiv!

Seit vielen tausend Jahren ist die Geschichte des Pferdes eng mit der des Menschen verbunden.
Pferde stehen bei uns für Stärke, Kraft aber auch für Schönheit und Freiheit. Sie sind hoch sensible
Wesen, die als Fluchttiere darauf angewiesen sind Spannungsfelder wahrzunehmen und entsprechend darauf zu reagieren.
Hierdurch haben sie die wunderbare Fähigkeit uns zu spiegeln und uns somit unsere innere und äußere Haltung vor Augen zu führen.





Beim Menschen stimmen Worte und nonverbale Mitteilungen oft nicht überein - das Pferd äußert sich immer nur eindeutig und klar.
Es lebt im Moment und lädt den Menschen dort hin zu sich ein.
Es lässt sich nicht von Äußerlichkeiten blenden, sondern nimmt den Menschen so wahr, wie er gerade ist: seine Körperspannung, seine Mimik, Gestik, Atmung, Stimmlage, sein Geruch sowie die Energie seiner Gedanken und Absichten.
Diese Dinge sind wichtig für das Pferd - daran schätzt es uns ein und reagiert entsprechend. Pferde sind groß, warm, weich und laden zum Streicheln und Schmusen ein. Man kann sich tragen und wiegen lassen.Taktile, sensorische und motorische Reize beruhigen einerseits und regen gleichzeitig neue Nervenverbindungen an.




Der Umgang mit und auf dem Pferd fördert:

die Entwicklung der Persönlichkeit
emotionale Stabilisierung
Verbesserung von Koordination
Verbesserung von Beweglichkeit
Förderung der Wahrnehmung durch neue Formen von
Bewegungserfahrungen
Stressabbau
Harmonisierung von Psyche und Muskeltonus
Förderung von Selbstbewusstsein und
Durchsetzungsvermögen aber auch von
Empathie und Rücksichtsnahme
Stärkung von Sozialkompetenz
Förderung von Konzentrationsfähigkeit
Freude und Wohlbefinden

……..und vieles mehr !!!!





Brain - Gym eignet sich für Erwachsene und Kinder gleichermaßen!!!


Reiten in Kombination mit Brain - Gym ist einfach toll und extrem wirksam!!!



Wie kann ich mir so eine Stunde vorstellen?

zum Beispiel so:



Erst holen wir gemeinsam das Halfter ..







..und dann unsere liebe Lilly







Wir führen sie zum Putzplatz ..







.. putzen sie und kratzen die Hufe aus!







Dann gehen wir in die Halle ..







..und steigen mit Aufstiegstreppe auf!







Skepsis...Hu, ganz schön hoch da oben ..!







Der Steigbügel wird individuell angepasst.







Und los geht`s in den Zauberwald ..







..und zum magischen Labyrinth!







Wir fliegen in den Himmel...







..und Lilly lernt Lesen :-)!








Die Skepsis ist weg! - Vertrauen, Loslassen ..







..Balance finden, Entspannen!






Koordinationsübungen mit dem Ball







Sollen wir mal ein Fühlspiel machen?









Hm..was könnte das sein?







Hm...Ich glaube ich weiß es :-)..ein Krokodil!!!!







Traust du dich verkehrt herum zu Reiten?







Ja klar! Lass uns Pippi Langstrumpf spielen!







Wir reiten zur Villa Kunterbunt








Lilly bekommt ihre wohlverdiente Belohnung







Das war eine tolle Stunde!
Ein glückliches Kind hüpft durch den "Zauberwald" :-))))





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